KDV in Eritrea

Gegen Krieg und Diktatur in Eritrea

Veranstaltung am 22.Mai 2006, 20 Uhr in der ESG, Breul 43, Münster - mit Aktiven der Eritreischen Antimilitaristischen Initiative


Der letzte Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien fand von 1998 bis 2000 statt und forderte Zehntausende von Opfern. Seit einigen Monaten bereiten beide Regierungen einen neuen Krieg vor, um von der katastrophalen ökonomischen und sozialen Situation im jeweiligen Land abzulenken und die Opposition zu zerschlagen. Die Lage spitzt sich zu.

Eritrea wurde nach einem jahrzehntelangen Separationskrieg gegen Äthiopien erst 1993 selbstständig. Die Unabhängigkeit von Äthiopien war für viele EritreerInnen mit der Hoffnung verbunden, dass das Land demokratisiert würde, es einen wirtschaftlichen Aufschwung, bessere Bildungschancen und Lebensbedingungen gäbe. All das traf nicht ein. Die frühere Guerillabewegung übernahm die Regierung und führte das Land in eine Militärdiktatur. Es gibt keine demokratischen Rechte, keine Wahlen oder Pressefreiheit. Oppositionelle und Menschenrechtler wurden verhaftet und an unbekannte Orte verbracht.

Davon sind in hohem Maße Wehrpflichtige betroffen. Offiziell unterliegen sowohl Männer als auch Frauen im Alter von 18 bis 40 Jahren der Wehrpflicht. Aber es gibt auch Rekrutierungen von Minderjährigen und Älteren. Seit 1998 gab es kaum Entlassungen aus der Armee. Zudem geht das Militär schärfstens gegen KriegsdienstverweigerInnen und DeserteurInnen vor. Einige von ihnen sind seit über zehn Jahren in Haft.

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Das Faltblatt für die Veranstaltungsreihe gibt es hier als pdf.