Hermannsdenkmal abtragen!
Warum Hermann auf den Müll gehört
Das Hermannsdenkmal soll an die Vernichtung dreier römischer Legionen durch germanische Truppen unter Arminius dem Cherusker erinnern, was die Erschließung Germaniens bedeutend aufgehalten haben soll. Heute streckt Arminius als obszön große Heldenfigur sein Schwert mit der Aufschrift „Deutsche Einigkeit, meine Stärke - Meine Stärke, Deutschlands Macht“ gen Himmel. Seine Bekanntheit hat sicher wenig mit besonderer künstlerischer Leistung zu tun, und eigentlich auch ebensowenig mit einem Zeugnis antiker Geschichte. Dass hier tatsächlich jene Varusschlacht stattgefunden haben soll, kann als widerlegt angesehen werden, auch wird die Bedeutung der Niederlage für das römische Reich notorisch überschätzt.

Sie könnte vermutlich genauso wie die meisten Ereignisse ihrer Zeit aus dem Bewusstsein der Mehrheit verschwinden, wäre sie nicht zum Gründungsmythos eines völkischen deutschen Nationalismus gebraucht worden. Sie war auch verschwunden, bis ein Text von Tacitus wiederentdeckt wurde. Darauf aufbauend wollten preußische Militärstrategen einen Mythos bauen, um einen "Volkskrieg" gegen die deutlich überlegene Moral der Napoleonischen Truppen führen zu können. „Hermann“ sollte darin den Freiheitswillen der Germanen verkörpern, der die fremde Macht aus der Heimat vertrieben und so die deutsche Nation begründet haben soll.
Das Denkmal ist ein Monument dieses völkischen Mythos, das nur für diejenigen Bestand haben muss, die sich gern Schauer über den Rücken laufen lassen, die ihnen in seinem Schatten eine eingebildete Geschichte beschert.
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