Atomausstieg sofort! (Update: Demo am Samstag)
Nicht erst seid dem jüngsten Vorfgall in Gronau am Freitag fordern JungdemokratInnen / Junge Linke NRW den sofortigen Ausstieg aus der gefährlichen Sackgassentechnologie Atomkraft.
Zum Hintergrund
In Urananreicherungsanlagen wie der UAA Gronau wird mit Hilfe von Zentrifugen Uran angereichert, so dass es für Kernkraftwerke nutzbar wird, aber ebenso für militärische Zwecke. Der Ausgangsstoff für die Anreicherung ist hochgiftiges Uranhexafluorid, es bleibt neben angereichertem auch abgereichertes, radioaktives Uran zurück, ein Abfallprodukt, das zu militärischen Zwecken genutzt wird oder für mehrere Millionen Jahre gelagert werden muss, wofür aktuell nur einsturzgefährdete Bergwerksstollen zurVerfügung stehen.
Der Arbeiter, der bei dem Zwischenfall am Freitag verstrahlt wurde, befindet sich noch immer in Behandlung im Uniklinikum Münster. In seinem Urin wurde Uran nachgewiesen. Weitere Aussagen über die Gesundheit des Mannes und abzusehende Langzeitfolgen sollen erst nach weiteren Untersuchungen möglich sein.
Am Samstag demonstrierten rund 100 Leute in Gronau und die Staatsanwaltschaft ermittelt laut Medienberichten gegen die Urenco - der Betreiberfirma der UAA Gronau - dem betroffenen Arbeiter dürfte das kaum helfen, von Entlassung heute ist keine Rede mehr (s. WDR-Berichte von heute morgen). Die uranhaltigen Urinproben werden übrigens just in Jülich untersucht ...
Heute morgen haben sich in Frankreich Greenpeace-Aktivisten vor
einem Uranmüllzug nach Russland angekettet. Der Protest ist international - wir fordern genau wie in Gronau die sofortige Einstellung des Uranmüllexports nach Russland und die sofortige Stilllegung aller Urananreicherungsanlagen.
Der Protest muss weitergehen:
Deshalb kommt am 7. Februar um 14 Uhr zum Sonntagsspaziergang an
der UAA Gronau. Der öffentliche Druck darf jetzt nicht nachlassen!
Hilfreiche Links
www.urantransport.de
www.sofa-ms.de
Update
JungdemokratInnen / Junge Linke NRW unterstützen die Demonstation am Samstag, den 30.01.2010 in Gronau.
Mehr Infos
Aufruf.pdf
Material zum Thema
Es gibt viele schöne Rechnungen, die uns veranschaulichen wollen, wie wahrscheinlich ein Super-GAU ist. Die Spanne reicht von alle 75 Jahre bis einmal in allen 1.000 Jahren. Wer sich jedoch die Folgen, die unmittelbar nach Tschernobyl eintraten und bis heute spürbar sind, anschaut, wird feststellen, dass bereits ein Gau zu viel ist. Zu diesem Thema und den Problemen bei der Lagerung und den Umweltschäden beim Uranabbau berichten wir in:
Kommentare
#1 Demo Am Samstag
Zur Demo am 30.01.2010 gibt es eine (PKW)Mitfahrgelegenheit ab Essen.
Anmeldungen bitte so früh wie möglich an:
jo [bei den] jungdemokratinnen [Punkt] de
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JungdemokratInnen / Junge Linke Nordrhein-Westfalen
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