Neues aus dem Landesverband
Bundeswehr wegtreten!
Dass die Bundeswehr in diversen Ländern der Welt "Friedenseinsätze" macht und "Amtshilfe" leistet, liegt darin bedingt, dass ein Kapitalismus ohne Ressourcen und Absatzmärkte, nicht funktioniert. Dies gibt das Bundesministerium für Verteidigung in seinen Weißbüchern sogar recht offen zu.
Nicht nur aus diesem Grund ist jeder öffentliche Auftritt der „Archaischen Krieger" (Generalleutnant Hans-Otto Budde, Inspekteur des Heeres) eine Provokation für jede_n Demokrat_in. Daher beteiligte sich JD/JL NRW bei einer Störaktion von Antikriegsbündnis Aachen und SDAJ gegen einen Werbestand der „Armee im Einsatz" (Jung) auf der Euregio Wirtschaftsschau:

Ohne Luftunterstützung war die kämpfende Truppe rettungslos unterlegen, so dass Messebesucher_innen erfahren mussten, dass das Kriegshandwerk eben auch mit dem Töten von Menschen verbunden ist. Eine Kleinigkeit, die gerne verschwiegen wird, wenn man durch die Schulen und Arbeitsagenturen tourt um zu zeigen, wie toll die Karrierechancen bei den Steitkräften sind.
Nach 15 Minuten wurden die Kriegshandwerker_innen schließlich von der Messeleitung erlöst, die klarmachte, dass Demokratie und Meinungsfreiheit auf Wirtschaftsmessen nichts verloren haben und die Protestierenden wegschickte.
mehr Astrologie in ARGEn
„Nicht das Bewusstsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewusstsein." wussten bereits im 19. Jahrhundert zwei bärtige Herren. Nach Einschätzung von Helen Fritsch bestimmt sogar die Geburt das Bewusstsein: „In jeder Seele spiegelt sich der Kosmos wider", denn schließlich ergeben sich bestimmte Charaktereigenschaften aus der Planetenkonstellation bei der Geburt.
Gut, die Frau ist Astrologin und muss daher so ein Zeug reden um Geld von Menschen zu bekommen, die auf der Suche nach sich selbst lieber in den Himmel als in den Spiegel gucken. Dummerweise gibt es noch weitere Geldquellen für Astrolog_innen
„Bei diesem Berufsbild sind die Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt sehr gut" denkt sich nämlich die ARGE und zahlt 800 € pro Azubi und Monat, damit Frau Fritsch weitere Astrolog_innen ausbilden kann.
mehr Heißer März: NPD & pro NRW entgegentreten!
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro NRW“ kündigt für das letzte Märzwochenende eine „internationale Konferenz für die Einführung eines Minarettverbots“ an. Neben mehreren Aktionen im Ruhrgebiet, soll der Höhepunkt dieses Wochenendes ein „Sternmarsch“ am 28. März auf die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh sein. Die Abschlußkundgebung ist von 11 bis 19 Uhr vor der Moschee angemeldet. Ganz in der Tradition der bereits gefloppten „Anti-Islamisierungs Kongresse“ in Köln kündigt pro NRW 1000 Teilnehmer_innen an.
Eine Übersicht der im Ruhrgebiet geplanten (Gegen-)Aktionen findet Ihr unter
Termine.
JungdemokratInnen / Junge Linke NRW unterstützen den Aufruf
Für ein selbstbestimmtes Leben – Rechtes Märchenland zerlegen!
Neue Rubrik
Wir haben den Bereich "Special" - in dem bisher die Kapmagne zur Abtragung des Hermanndenkmals beheimatet war - in einen Kampagnenbereich umgearbeitet.
Ihr findet ab jetzt alle Texte und Materialien zu unseren Kampagnen in diesem Bereich.
Neu hinzugekommen sind die Texte zu:
"Den Bruch machen: Gegen Kapital und Nation!"

Abwrackprämie statt Hartz IV!
Ein Kommentar von JoHoelken
Um das Image des Arbeitslosengeldes II zu verbessern, will Ursula von der Leyen den Namen "Hartz IV" abschaffen. Richtig gelesen: Nur den Namen, der Rest der antisozialen Armutsverwaltung bleibt wie gehabt. Jedoch will die Preisträgerin der goldenen Plazenta [1] den Namen nicht "von oben" aufoktroyieren, sondern im Diskurs entstehen lassen.
Damit kommt die Ministerin nicht einmal in die Nähe der Forderung der Montagsdemos: "Weg mit Hartz IV!"
Wir haben uns kurz Gedanken gemacht und möchten der Domina des Internets [2] hiermit ein paar Vorschläge unterbreiten:
- Abwrackprämie
- Armuts-Beschleunigungs-Zahlung
- Leyen VIII
- Arbeitsunwilligkeitsprämie
- Faulheitszulage
Ich möchte alle LeserInnen dazu auffordern diese Liste in den Kommentaren zu vervollständigen!
PolitikPostille No.4
Die vierte Ausgabe der Politik Postille (PoPo) der JungenLinken Köln ist erhältlich!
PoPo, das Organ von
junge linke köln!
In dieser Ausgabe:
- 2012
I. Tichy über Datensammelwut und Elena - Warum Israel?
eine Antwort von Moritz 'mojn' Mattke - Kritik der Psychiatrie – Teil 3
letzter Teil der Serie von David Wichera - WM 2010: „Ein Stern, der Deinen Namen trägt ...“
Philipp Jacks über gewisse Fußballsponsoren - „Kölsche ... prima un mit nix jet am Hoot“
von Fido
Die Uni gehört allen
Am 30.1.2010 fand in Frankfurt (Main) eine bundesweite Demonstration unter dem Motto "Die Uni gehört allen" und der alten jungdemokratischen Forderung nach einer Radikalen Demokratisierung aller Lebensbereiche statt. Somit hatte natürlich auch JD/JL eifrig mobilisiert. Trotz des Mottos behandelte die Demo die allgemeinen Probleme im Bildungssystem, so dass unter den mehreren tausend Demonstrierenden neben Studierenden auch Schüler_innen und Auszubildende waren.
Nachdem die Polizei bereits im Vorfeld Ausschreitungen mit brennenden Autos herbeiphantasiert hatte, durfte gegen das allgemeine Unwesen im Bildungssystem und die Repressionen mit denen die Proteste belegt wurden, nur in einem schmalen Spalier von Polizeibeamt_innen demonstriert werden. Um Kontakte zwischen Demonstration und "Zvilbevölkerung" zu unterbinden, waren an größeren Plätzen Absperrgitter aufgebaut, so dass der Eindruck entstehen musste, dass von einer Kritik an der Verwertbarkeitslogik des Bildungssystem eine Gefahr für die Allgemeinheit ausginge.
Trotz des Einsatzes von Knüppeln und Tränengas, mit dem die Polizei auf die Zündung eines Böllers reagierte, blieb es friedlich, worauf die Polizei auch sehr stolz war: "Durch sorgfältig geplante Polizeitaktik konnten Gewaltaktionen von Beginn an verhindert werden [...] Das Heranführen starker Polizeikräfte hat aber weitere Verstöße gegen das Versammlungsgesetzt (sic!) unterbunden."

Bildquelle: bildungsstreik-ffm.de
"Staatsterror bezeichnet staatsphilosophisch den Einsatz der Angst der Bürger vor dem Gewaltmonopol des Staates als Zwangsmittel des Staates für die Gesetzestreue seiner Bürger." (Wikipedia)
Inhaltlich scheint sich herauszukristallisieren, dass ein humboldtinischer Bildungsstreik, der Universitäten als unabhängig von der Gesellschaft betrachtet, im günstigsten Fall dazu führt, dass er von Eliteuniversitätsrektoren zur Legitimierung von finanziellen Forderungen herangezogen wird, und eher die gesamte marktwirtschaftliche Orientierung der Gesellschaft auf den Prüfstand muss. Ob dies ausreicht oder ob die Neocommunistinnen, mit ihrem kritischen Flugblatt, welches sie verteilten, recht behalten, wird sich zeigen. Fest steht
Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein.
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19.03.2010
Radikaldemokratisches Wochenende
Paderborn
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Die Grenzgänger & Frank Baier: März 1920
19:00 Krefeld, Fabrik Heeder
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26.03.2010
Gegen Pro NRW
NRW
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03.04.2010
Thomas-Schulz-Gedenkdemo
16:00 Dortmund (HBF)
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